Arbeits- und Sozialraum

Arbeits- und Sozialraum

 

Jede Schülerin / Jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.

Jede Lehrerin / Jeder Lehrer hat das Recht, ungestört zu unterrichten.

Alle müssen die Rechte der anderen beachten und respektieren.

 

Das Programm des Arbeits- und Sozialraumes (ASR) hat sich an unserer Schule etabliert. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler in einer ruhigen Atmosphäre lernen können und die Lehrerinnen und Lehrer störungsfreier unterrichten können. In Anlehnung an die Trainingsraum-Methode des Amerikaners E. Ford fördern wir mit dem ASR unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, damit sie Verantwortung für ihr Tun und Handeln spüren und übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler sollen den Raum erhalten über das eigene Verhalten zu reflektieren und Konsequenzen / Auswirkungen des Handelns wahrnehmen. Die Eigenverantwortlichkeit für das eigene Handeln soll erweitert werden und die Auswirkungen auf die Gemeinschaft aufgezeigt werden. Die Grundidee „Jede / Jeder ist für sein eigenes Handeln verantwortlich“ stellt den übergeordneten Ansatz dar und leitet die Arbeit im Arbeits- und Sozialraum.

Stört eine Schülerin / ein Schüler wiederholt willentlich den Unterricht, „entscheidet“ sie / er sich den Arbeits- und Sozialraum zu besuchen. Die entscheidende Frage nach einer Veränderung des Verhaltens oder einer Beibehaltung des störenden Verhaltens mit dem Besuch des ASR wird der Schülerin / dem Schüler gestellt. Nach mehrfachen Störungen und fehlender Einsicht fordert die Lehrerin / der Lehrer die Schülerin / den Schüler auf den Klassenraum zu verlassen und händigt einen „Laufbogen“ aus. Die Schülerin / der Schüler geht umgehend zum Arbeits- und Sozialraum und meldet sich an. Nach einem ersten Reflexionsgespräch wird die Schülerin / der Schüler aufgefordert einen Reflexionsbogen gewissenhaft auszufüllen. Dieser Bogen stellt dann die Grundlage für die weiteren Gespräche dar. In einem solchen Gespräch – in offener und respektvoller Haltung – wird herausgearbeitet, welche konkreten Schritte die Schülerin / der Schüler zur künftigen Vermeidung von Störungen unternehmen will.

Erst wenn der Rückkehrplan schriftlich ausformuliert ist, kann der Schüler wieder regulär am Unterricht teilnehmen.

Die „schickende“ Fachlehrerin / Der „schickende“ Fachlehrer erhält den ausgefüllten Bogen für die weitere Aufarbeitung / für weitere Gespräche mit der Schülerin / dem Schüler. Bei gravierenden Störungen oder Auseinandersetzungen besteht die Möglichkeit, dass die Schülerinnen und Schüler neben dem Reflexionsbogen an mitgegebenen Unterrichtsmaterialien im Arbeits- und Sozialraum arbeiten.

Nach sechs Besuchen im Arbeits- und Sozialraum werden die Eltern zum Gespräch eingeladen. Dabei ist nicht entscheidend, ob alle Besuche von einer Lehrerin / einem Lehrer ausgegangen sind. Die beteiligten Lehrerinnen / Lehrer und ein „Mitarbeiter“ des Arbeits- und Sozialraumes suchen kooperativ mit den Eltern nach Hilfsangeboten bzw. alternativen Handlungsstrategien. Nach neun Besuchen soll dieses Gespräch unter Beteiligung der Schulleitung wiederholt werden.

 

 

Es soll ein System der Reflexion und Unterstützung aufgebaut werden, dass allen Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern einen störungsfreien und erfolgreichen Lern- und Unterrichtsprozess ermöglicht.

Comments are closed.